„Pfui, aus, das ist nichts für dich! – Das darf Hund nicht essen

By on 28. April 2017

Fleisch? Super. Knochen? Her damit. Du hast noch Reste auf dem Teller? Klar, nehme ich auch. Ja, es gibt Ausnahmen. Aber die meisten Hunde sind Allesfresser, verschlingen, was sich bietet. Dieses Verhalten ist tief in ihrer Natur verwurzelt. Bevor die Tiere mit uns Menschen lebten, mussten sie zusehen, wie sie selbst über die Runden kommen. So mancher Hundehalter hat deshalb auch heutzutage einen Begleiter zuhause, der am liebsten alles fressen möchte. Aber nicht darf. Zu seinem eigenen Wohl.

Vieles, was uns selbst richtig gut schmeckt und auch bekommt, schlägt Bello & Co. auf den Magen. Schuld sind Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die für Hunde im wahrsten Sinne Gift sind. Allen voran: Schokolade! Diese  28 beinhaltet Theobromin, einen Bestandteil der Kakaobohne, dessen Aroma unsere Vierbeiner wie magisch anzieht. Während wir mit Glücksgefühlen auf den Schoko-Genuss reagieren, müssen Hunde nach dem Konsum oft um ihr Leben zittern. Schon eine Tafel Bitterschokolade kann bei kleinen Hunderassen und Welpen zum Tod führen. Aber auch größere leiden unter Vergiftungserscheinungen wie Unruhe, Übelkeit, Krämpfe, Durchfall oder Fieber, bis hin zu Kreislaufversagen.

Die süße Gefahr lauert aber auch in anderen Lebensmitteln. Festtagsgebäck und Plätzchen werden erst durch reichlich Zucker, Gewürze, Zimt oder Muskatnuss lecker – und für Tiere echt schädlich. Überhaupt: Feiertage. Hier lockt oft herrlich saftiger Gänsebraten oder frischer Fisch. Da kann  doch ein kleines Stück nicht schaden? Denkste. Die röhrenförmigen Geflügelknochen splittern leicht. Ihre scharfen Kanten können beim Verschlucken Luft-, Speiseröhre und Darm verletzen. Auch die Gräten mancher Fische sind nicht ohne: Im besten Fall verursachen sie nur Wunden im Zahnfleisch unserer Vierbeiner. Schlimmer wird´s, wenn sie stecken bleiben, dann droht Ersticken.Auch scheinbar Gesundes ist für Hunde eher unbekömmlich: Obst und Gemüse. Zwar sind Fasern aus Äpfeln oder Möhren gut für die Darmflora der Tiere. Auch Bananen sind in Maßen bekömmlich.

Ein Großteil der vitaminhaltigen und nährstoffreichen Produkte steht aber auf der Tabu-Liste:
– Steinobst wie Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche oder Aprikosen birgt vor allem durch Steine und Kerne ein Risiko. Verschluckt können sie zu Darmverschluss führen.

– Auch die Kerne von Äpfeln, Birnen oder Weintrauben schaden. Enthaltene Blausäure und Zyanide sind Gift für den tierischen Organismus.

– Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen oder rohe Kartoffeln enthalten den Wirkstoff Solanin – Gift! Gekocht sind Kartoffeln für unsere Hunde allerdings ungefährlich. Achtung: Auch Zwiebeln, Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch, Avocados oder Pilze sind schon in geringen Mengen unverträglich. Hülsenfrüchte oder Kohl gehören ebenfalls nicht auf die Speisekarte. Sie sind zwar nicht direkt gesundheitsschädlich, quälen unsere tierischen Freunde aber unnötig mit Blähungen oder gar Koliken – und unsere Nasen mit fiesen Gerüchen.

Was also tun? Alles Leckere verbieten? Meist hilft schon, ein Auge auf neugierige Hundenasen zu haben. Wer dann noch darauf achtet, dass Mülleimer hinter Türen verschlossen sind und kein Essen herum steht, ist vor Überraschungen gesichert.“

Quelle: https://www.smartfrog.com/de-de/ebooks/tiersicherheit/

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