Hunde in Comics – IDEFIX

By on 8. Mai 2017
Hunde in Comics - Idefix

Die großen Comic-Reihen, die auch nach Jahren und Jahrzehnten von Jung und Alt gelesen werden, haben fast alle eins gemeinsam: den Hund. Wir stellen sie vor, die treuen Begleiter der (angeblichen) Hauptfiguren und erklären, warum sie oft der Dreh- und Angelpunkt des Erfolges der Geschichten waren und sind. Heute: IDEFIX


Als Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo 1959 die ersten Geschichten von „Asterix und Obelix“ veröffentlichten, konnte keiner wissen, dass sie damit begonnen hatten, Comic-Legende zu schreiben. Die heimliche Hauptfigur kam allerdings erst im fünften Album hinzu: Hündchen Idefix.

Uderzo fragte irgendwann Goscinny, ob dieser etwas dagegen habe, einen kleinen Hund in die Geschichten einzubauen und Goscinny stimmte zu. Uderzo hatte gefühlt, dass den Geschichten „irgendein“ wichtiges Element fehlte und mit diesem Einfall hatte er es gefunden. Mit Idefix bekamen die ohnehin schon tollen Geschichten um die unerschütterlichen Gallier endgültig Seele und eine riesige, zusätzliche Portion Herz. Es ist erstaunlich, wie sehr Idefix Asterix und Obelix in der Wahrnehmung der Leser verändert. Die Beziehung, speziell von Obelix und Idefix ist von so viel Liebe und Loyalität geprägt, dass jedem Hundefreund dabei das Herz aufgeht.
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Idefix ist der gute Freund, der auf die Geschehnisse und Gefahren – aber auch auf die Eigenarten seines gallischen Freundes – genau so reagiert, wie der Leser es tut. Mal sitzt er entnervt am Wegesrand, mal versucht er, seine Menschen zu warnen, mal ist er entsetzt und mal macht er sich hemmungslos über die Menschen lustig. Für mich persönlich ist Idefix nicht nur eine Nebenfigur, sondern die Emotion in den Asterix-Comics, die ich brauche, damit die Geschichten mich berühren. Natürlich sind Asterix und Obelix loyale Freunde, aber wirklich deutlich wird diese Loyalität erst durch den dritten Weggefährten, den Hund.

Hunde in Comics - Idefix

Es wird vor allem dadurch deutlich, dass Idefix nicht einfach nur ein Hund ist, der auf Befehle gehorcht, sondern der, außer menschlicher Sprache, alle Eigenschaften besitzt, die auch die Menschen besitzen – und sogar noch ein paar obendrauf. Ich sehe Idefix und sehe dabei im Geiste gleichzeitig meinen eigenen Hund. Dieses erstaunliche Wesen an meiner Seite, das sich ganz bewusst entschieden hat, seine Menschen zu lieben, sie niemals im Stich zu lassen und ihnen stets treu zu sein. Und mit diesem unbändigen Willen schafft er dann manchmal sogar Dinge, die er eigentlich gar nicht schaffen dürfte. Wie ich es von meinem eigenen Hund kenne, ist auch Idefix eifersüchtig, hat seine skurrilen Marotten (wie seine völlige Verzweiflung, wenn ein Baum zu Schaden kommt) und kann, trotz seiner Winzigkeit, seine Menschen mit seiner Liebe sprichwörtlich beinahe umrennen.
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Idefix ist ein Hund, wie er nicht im Buche, aber im Comic steht und gleichzeitig ist er doch irgendwie auch mitten aus dem Leben gegriffen. Wer sich ansieht, wie Uderzo ihn zeichnerisch umgesetzt hat, weiß, dass dieser Künstler Hunde kennt und sie sehr genau beobachtet hat, denn anders ist diese sprühende Lebensfreude in den Bildern von Idefix nicht zu erklären.

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