Darf die Fellnase mit ins Bett?

By on 15. Juli 2015
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Die Antworten auf diese Frage reichen von einem enthusiastischen „Na klar“, über „manchmal“ bis hin zu „auf keinen Fall“

Es gibt Gründe dafür und Gründe dagegen – soviel ist eigentlich allen klar. Aber was steht tatsächlich auf der Pro- und was auf der Contra-Seite?

Stichwort 1: Hygiene – Ein dreckiger Hund macht das Bett dreckig. Keine Frage. Aber wenn der Hund gepflegt ist und das Bettzeug häufig gewechselt wird, ist der Hund im Bett nicht unhygienischer als eine Kuscheleinheit mit ihm auf dem Teppichboden.

Stichwort 2: Hierarchie – Eindeutig ein Punkt, der gegen den Hund im Bett spricht, denn damit holt man ihn in mehr als nur einer bildlichen Weise auf die eigene Ebene. Wenn er in dein Bett darf, hat er den selben Rang wie du. Das kann vieles in der Erziehung des Hundes deutlich erschweren und eventuell zu echten Problemen führen, wenn mal jemand in das Bett will, den der Hund in dem Moment nicht im Bett haben möchte. Die Gleichstellung, die (aus Hundesicht) mit der Betterlaubnis geklärt ist, kann bewirken, dass der Hund den Menschen nicht als den akzeptiert, der die Kommandos gibt, sondern als einen Kumpel, auf den man dann hört, wenn man Lust dazu hat. Und wenn nicht, dann halt nicht. Wenn’s also in der Hundeschule krumm und schief läuft, könnte das Bett die Ursache sein.

Stichwort 3: Ruhiger Schlaf – Viele Menschen werden in ihrem Schlaf gestört, wenn sich zu ihren Füßen oder neben ihnen ein Hund dreht und wendet. Selbst wenn man nicht davon aufwacht, kann es sein, dass man am nächsten Tag wie gerädert ist, weil man durch die unbewussten Störungen davon abgehalten wurde, die notwendigen Tiefschlafphasen zu nutzen. Schlaf ohne Tiefschlaf ist nicht erholsam.
Allerdings gibt es Menschen, bei denen der Hund überhaupt erst dafür sorgt, dass sie tief und ruhig schlafen können.
Menschen, die eine außerordentlich innige Beziehung zu ihrer Fellnase haben oder die sehr ängstlich sind und sich durch ihren Hund beschützt fühlen, genießen unbewusst die Nähe des Hundes, wie kleine Kinder ein Gute-Nacht-Lied genießen können. Sie schlafen besser ein und tiefer durch.
Entscheidend ist also, was man will und zu wie viel Kompromissen man bereit ist. Und? Darf euer Wauzi ins Bett?

Bild: shutterstock.com – Kati Molin