Der Rottweiler

By on 3. Juli 2015
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Der Rottweiler ist der Inbegriff des Wachhundes. Das Kraftpaket mit der Seele aus Samt hegt eine tiefe Zuneigung zu seinen Menschen.

Rottweiler sind große, starke Hunde, die zur Dominanz neigen, wenn ihnen nicht von klein auf klar gemacht wird, dass ihr Zweibeiner in der Rangliste über ihnen steht. Wenn das allerdings geklärt ist und wenn der Halter des Rottweilers Liebe und Ausdauer in die Erziehung gelegt hat, dann hat er einen Hund an seiner Seite, der – im wahrsten Sinne des Wortes – sein Leben geben würde, um seinen Menschen zu beschützen. Gar nicht selten war das, was als „Angriff“ eines Rottweilers ausgelegt wurde, in Wirklichkeit das Beschützen seines Halters. Aus diesem Grund ist ein Rottweiler in erster Linie etwas für erfahrene Hundehalter, die ihren Hund nicht nur konsequent erziehen, sondern auch seine Körpersprache und die anderen Ausdrucksweisen, die dem Hund zur Verfügung stehen, lesen können.
Das Zusammenleben mit einem gut sozialisierten Rottweiler ist eine absolute Freude. Sie sind aufmerksam, gehorsam, selbstbewusst, unerschrocken und haben ein wunderbar freundliches Wesen.
Der Rottweiler braucht eine Aufgabe und die Nähe zu seinem Menschen. Er benötigt nicht einmal eine große Wohnung, sondern kommt auch auf engerem Raum gut klar, solange er regelmäßig ausreichend Auslauf draußen bekommt. Ihm geht es dabei nicht nur darum an der „frischen Luft“ zu sein, sondern, er muss sich bewegen. Einen Rottweiler schickt man daher nicht einfach mal für ein Stündchen in den Garten, sondern man geht richtig mit ihm raus und lässt ihn rennen, suchen, apportieren, spielen und mehr.


Rottweiler sind daher nichts für Bewegungsmuffel. Speziell in der Zeit, in der er noch ausgebildet wird, ist er auch nichts für eine gebrechliche Oma, denn wenn er sich mit seinen manchmal über 50 Kilo mit Ruck in die Leine legt, haut es besagte Oma sang- und klanglos von den Füßen.
Obwohl Rottweiler Kinder lieben, gilt bei dieser Rasse besonders, was eigentlich für alle Hunde gilt: Nie Hund und Kind alleine lassen!
Rottweiler sollte man nur bei einem Züchter erwerben, der einem die Elterntiere zeigen kann und dies auch gerne tut. Er wird einem auch die Möglichkeit geben, den Welpen schon eine ganze Weile kennen zu lernen, bevor der Zeitpunkt gekommen ist, dass ihr ihn mit nach Hause nehmen könnt. So ist gesichert, dass der unfassbar knuddelige Knirps die besten Erbanlagen und das beste soziale Einstiegsumfeld hat, um gesund und gehorsam zu aller Freude aufzuwachsen und zu einem stolzen, starken Rottweiler wird.
Neben einer erblichen Veranlagung zu Herzproblemen neigen Rottweiler übrigens dazu, sich eine kleine oder auch mal größere Wampe anzufressen. Daher sollte man immer ein Auge darauf haben, was der Vierbeiner vertilgt und wie hoch der Proteingehalt der Nahrung ist.

Bild: shutterstock.com – Rita Kochmarjova