Wieviel Futter braucht mein Hund tatsächlich?

By on 15. Juni 2015
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Es ist ein Unterschied, ob man einen Rehpinscher füttert, oder eine Dänische Dogge. Aber wieviel ist „genau richtig“?

Es gibt grobe Richtlinien, die über das Körpergewicht des Hundes angeben, wie viel Futter er pro Tag braucht.
Dort kann man lesen, dass ein Hund bis 5kg ungefähr 80-90 Gramm Futter pro Tag benötigt. Ein Hund, der 40kg wiegt, braucht etwa 340-380 Gramm und ein Brummer von über 70kg benötigt pro Tag 450-500 Gramm.
Wir sprechen hier bewusst nicht von der Qualität des Futters oder von der Futtersorte – sondern ausschließlich von der Menge.
Diese Listen, die man an vielen Stellen im Internet und auch in Büchern finden kann, lassen meistens eines außer Acht: Das Körpergewicht des Hundes, das den Tabellen zugrunde gelegt wird, muss das Gewicht enthalten, dass der Hund haben sollte – nicht das, das er tatsächlich hat. Genau wie sich üblicherweise nur dicke oder zu dünne Menschen mit Diäten auseinandersetzen, informieren sich nämlich vor allem solche Hundebesitzer über die notwendige Futtermenge, die davon ausgehen, dass ihr Hund zu dick oder eventuell sogar zu dünn ist.
Daher sollte man, um die optimale Futtermenge zu ermitteln, folgendermaßen vorgehen: Über einige Tage hinweg wird genau abgewogen, wie viel man dem Hund an Futter zukommen lässt. Selbstverständlich werden alle Leckerchen mit eingerechnet! Das nicht zu tun, hieße, sich vom Start weg selbst zu beschummeln.
Wenn man das gemacht hat, sucht man den Tierarzt auf und lässt diesen beurteilen, ob der Hund ein gutes Gewicht hat, oder ob er zunehmen oder abnehmen muss.
Während man selber oftmals mit dem „liebenden Auge“ das Gewicht des eigenen Lieblings falsch einschätzt, kann man bei ihm sicher sein, dass man objektive Fakten erhält.
Wenn der Tierarzt nun tatsächlich gesagt hat, dass das Gewicht des Vierbeiners nicht in Ordnung ist, beginnt man, auf der Basis seiner voherigen Aufzeichnungen, die Futtermenge zu reduzieren oder zu erhöhen. Wichtig ist dabei, dass man einen übergewichtigen Hund keineswegs auf eine Radikaldiät setzen kann. Die Folgen für seinen Organismus können (übrigens genau wie bei uns Menschen) fatal sein und man schadet dem Tier damit mehr, als man ihm nutzt. Muss das Gewicht reduziert werden, sollte die Futtermenge ganz langsam reduziert und Teile davon durch kalorienärmere Alternativen ersetzt werden. Hier geben Ernährungsberater aus Hundeschulen und auch die Tierärzte gerne Rat.
Hat man übrigens einen Hund, der den ganzen Tag fressen würde, wenn man ihn ließe, weil ihm z.B. das natürliche Sättigungsgefühl fehlt, dann empfiehlt es sich, ihm Dinge anzubieten, auf denen er den ganzen Tag herumkauen kann ohne sie fressen zu können – Kauknochen sind diättechnisch das Equivalent zum Kaugummi.

Bild: shutterstock.com – Helen Hotson