10 der beliebtesten Hunde-Sportarten

By on 28. Mai 2015
shutterstock_60198949_Annette-Shaff

Hundesportarten sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Sie bieten sowohl Tier als auch Mensch eine ideale Möglichkeit Stress abzubauen und mit viel Spiel und Freude neue Energie zu tanken. Es gibt zwar noch viel mehr sportliche Aktivitäten, die man mit seinem Vierbeiner unternehmen kann. Wir möchten euch hier aber 10 der Beliebtesten vorstellen.

Auf Platz 10: Ausbildung zum Schutzhund
Wer jetzt denkt, dass dies ja nur eine Art Berufsausbildung und kein Sport ist, der irrt. Bei der Schutzhundausbildung werden die unterschiedlichsten Aktivitäten mit Mensch und Tier geübt und das trainierte Miteinander schafft eine enge Verbindung zwischen den beiden. Vorteil: Die Hunde sind durch die Ausbildung spürbar gelassener, ausgeglichener und wesensfester. Nachteil: Die Schutzhundausbildung ist nicht für alle Rassen geeignet, sondern eher für mittelgroße bis große Hunde. Yorkies und Zwergspitze gehen hier leider leer aus.

Auf Platz 9: Hunde-Rennen
Bei dieser Sportart gibt es verschiedene Bereiche. Zum einen gibt es da die berühmten Schlittenhunde-Rennen. Dieser Ausdauersport ist ebenfalls nicht für alle Rassen geeignet, im Gegenteil. Vereine und Verbände schreiben die Rassen klar vor, die für Schlittenrennen zugelassen werden. Der Sinn hierfür liegt in erster Linie im Tierschutz. Viele Rassen sind, auch wenn sie vielleicht eine gewisse Körpergröße erreichen, einfach nicht kräftig oder robust genug, oder aber zu schwer oder zu leicht für solche Rennen. Beispiel: Windhunde haben vielleicht die Masse, um einen Schlitten zu ziehen, sie sind aber Sprinter und keine Langstrecken-Läufer. Sie würden daher nach einer Weile vor totaler Erschöpfung zusammenbrechen und gesundheitliche Schäden erleiden können.
Bei den klassischen Rennbahn-Veranstaltungen sind die Windhunde aber wieder voll in ihrem Element. Zugelassen sind auch hier nicht etwa alle Hunderassen sondern nur die Rassen der FCI-Gruppe 10 (Afghane, Azawakh, Barsoi und Chart Polski) und in Deutschland zusätzlich die windhundähnlichen mediteranen Jagdhunde aus der FCI-Gruppe 5. Zum Schluss gibt es noch die sogenannten Fun-Rennen, in denen jede Rasse zugelassen ist. Vom Mops bis zum Chihuahua und dem Mischlingshund ist hier alles mit dabei.

Auf Platz 8: Mantrailing
Die Nase ist das mit Abstand stärkste Sinnesorgan des Hundes. Beim Mantrailing wird diese Fähigkeit eingesetzt um Personen an deren Duftspur zu verfolgen und aufzuspüren. Erfahrene Hunde schaffen das sogar, nachdem die Fährte bereits einige Tage alt ist. Mantrailing ist für den Hund ein riesengroßer Spaß, denn hier ist er ganz in seinem Element und nach dem Training vollkommen ausgelastet. Zwar wurde Mantraling früher hauptsächlich mit Jagdhunden betrieben, heute hingegen ist dieses Sportart für jede Hunderasse eine prima Freizeitbeschäftigung. Anfängerworkshops gibt es bereits ab 100,- €

Auf Platz 7: Hüten
Ebenfalls eher für ausgewählte Rassen geeignet, orientiert sich das Freizeit-Hüten an der professionellen Arbeit des klassischen Hirtenhundes. Schäferhunde, Collies, Sheperds und Cattle Dogs sind hier besonders gut geeignet.

Auf Platz 6: Dummytraining
Dieser Sport ist wieder für alle Rassen ein echter Spaß. Beim Dummytraining wird vor allem das Apportieren einer Beuteattrappe geübt. Dummys gibt es im Fachhandel bereits ab 10,- Euro. Dummytraining ist eine Mischung aus Training für Disziplin, Geschicklichkeit und Fährtensuchen. Die Dummys werden entweder geworfen oder versteckt und dann zusammen mit dem Vierbeiner gesucht.

Auf Platz 5: Dog Diving
Diesen Sport gibt es noch gar nicht so lange. Vor einigen Jahren kam diese eher sommerliche Sportart aus den USA zu uns nach Europa. Sie funktioniert folgendermaßen: Hund springt ins Wasser! Benötigt werden zur Ausübung des Sports eine Rampe und natürlich ein Wasserbecken: Das Tier nimmt über die Rampe Anlauf und springt, meist seinem von Herrchen geworfenen Lieblingsspielzeug, hinterher ins Wasserbecken. Sieger ist der Hund mit dem weitesten Sprung. Die Hunde dürfen nicht ins Wasser geschubst werden, sondern lediglich mit Spielzeug und Zurufen animiert werden. Dieser Sport ist sowohl für Hund und Halter, als auch für das ganze Publikum eine tolle Unterhaltung.

Auf Platz 4: Frisbee
Verwendet werden für diesen Sport spezielle, hundegeeignete Scheiben. Gespielt wird stets auf weichem und ebenem Untergrund. Ziel ist es, die Scheibe so zu werfen, dass sie vom Hund noch im Flug gefangen werden kann. Für Dog Frisbee haben viele Fans bereits die kuriosesten und spektakulärsten Tricks erfunden und betreiben diesen Sport sogar auf internationaler Turnierebene.

Auf Platz 3: Dogdancing
Auch diese neue Hundesportart stammt aus Amerika. Für Dogdancing braucht man weder Sportgeräte noch spezielle örtliche Voraussetzungen. Dogdancing kann immer und überall betrieben werden. Der Sport ist eine Mischung aus Gehorsams- und Aufmerksamkeitsübungen und originellen Tricks. Während einer mit Musik untermalten Choreografie, zeigt der Hund verschiedene einstudierte Kunststücke.

Platz 2: Obedience
Obedience (engl. „Gehorsam“) ist eine Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung. Bei Obedience-Prüfungen geht es nicht allein um den Gehorsam des Hundes. Es spielt auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden eine große Rolle. Wie Agility hat diese Hundesportart ihren Ursprung in England.

Platz 1: Agility
Agility (englisch für Wendigkeit, Flinkheit) ist eine der beliebtesten Hundesportarten in Deutschland. Kernstück ist die fehlerfreie Bewältigung einer Hindernisstrecke in einer vorgegebenen Zeit. In den 1980er Jahren wurde diese Sportart immer populärer. Agility gehört zu den weltweit etablierten modernen Hundesportarten und wird von sehr vielen Hundesportvereinen angeboten. Agility ist für jede Hunderasse, von klein bis groß, eine der besten Freizeitbeschäftigungen überhaupt.

Bild: shutterstock.com – Annette Shaff