Tolle Hundefotos machen

By on 9. Juli 2015
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In Zeiten von Minikameras und Smartphones werden mehr Fotos von Hunden gemacht denn je – hier ein paar Tipps, damit sie schön werden.

Die wenigsten von uns haben den Anspruch an sich, wie ein Profi zu fotografieren, aber wenn Bello schon wieder nur als schwarzer Fleck auf dem Sonnenbild zu sehen ist, oder als komisch verdrehter Punkt auf dem Küchenboden, wünscht man sich doch, man wüsste, warum die selbstgemachten Fotos oft so „bescheiden“ werden.
Daher hier ein paar Tipps, die sowohl für Schnappschüsse mit einfachen Mitteln gelten, als auch für Fotos mit guter Kamera, die im Rahmen landen sollen.
Nicht von oben! Wenn wir unseren Hund fotografieren wollen, ist er üblicherweise ein ganzes Stück unter unserer Augenhöhe – wir knipsen also nach unten. Dadurch sehen wir auf dem Bild dann auch nur genau das: Den Hund von oben. Rücken, ein bißchen Schweif und die Schädeldecke. Wenn wir von schräg oben fotografieren, ist noch ein bisschen Bein zu sehen. Besser ist immer, sich auf den Boden zu begeben, mit dem Hund auf eine Ebene, um ihn von vorne zu fotografieren. Kleine Hunde kann man dafür auch schon mal einfach auf den Tisch stellen.
Nicht gegen das Licht! Wenn hinter eurem Hund Sonnen- oder anders helles Licht ist, dann stellt die Kamera fest, dass viiiiiel Licht da ist und stellt sich darauf ein. Leider ist die Vorderseite eures Hundes dann nicht beleuchtet (das Licht ist ja hinter ihm) und deshalb ist der Hund dann nur als dunkle Sillhouette auf dem Foto zu sehen. Also sollte man möglichst selbst das Licht im Rücken haben.
Besser Tageslicht als Blitz! Nicht einmal die Blitzanlage eines Profifotografen kann mit dem Licht von draußen konkurrieren. In den meisten Fällen ist draußen überhaupt kein zusätzlicher Blitz notwendig, höchstens einmal zum Aufhellen. Wenn möglich, macht Hundefotos immer draußen im natürlichen Licht, allerdings nicht in der grellen Mittagssonne, sondern vormittags bis ca. 11.00 Uhr oder abends ab ca. 17.00 Uhr. Dann sind die Schatten viel weicher.
Nicht zu nah dran! Wenn ein Foto doch mit Blitz gemacht wird, dann nicht aus nächster Nähe, sonst werden evtl. selbst schwarze Hunde blitzeweiß und ganze Teile des Bildes sind nicht mehr erkennbar. Man sollte beim Blitzen immer

mindestens anderthalb Meter vom Hund weg sein. Noch besser ist es, wenn man drei oder vier Meter entfernt ist und dann den Hund über den Zoom näher heran holt. Man erreicht dadurch (mit einer richtigen Kamera) eine deutlich bessere Gesamtschärfe des Bildes und der Hund wirkt kompakter. Außerdem verwackelt eine kleine Bewegung des Hundes das Bild nicht sofort.
Viel Hund auf’s Bild! Versucht immer, möglichst viel Hund auf dem Bild zu haben (außer es geht bei dem Foto konkret darum, in welcher Umgebung er ist). Fotos, auf denen eine Landschaft zu sehen ist, auf der unten links irgendwo fingernagelgroß der Hund zu sehen ist, fallen eher unter Landschaftsaufnahme, als unter Hundefoto.
Bewegte Bilder! Viele Handykameras haben einen Auslöser, der leider nur mit Verzögerung auslöst. Wenn euer Hund ein sehr wilder ist, wird er euch bei dem Versuch, ein schönes Foto von ihm beim Spielen zu machen, immer aus dem Bild herausgerannt sein, bevor die Kamera das Foto schießt. Dafür sollte man sich eine Kamera mit Direktauslösung, sehr schnellen Verschlusszeiten und einem großen Bildformat besorgen.
Mit diesen Kameras könnt ihr zum einen sehr gut Tiere in Bewegung fotografieren, ohne sie zu verwackeln und zum anderen könnt ihr damit meist viele Fotos in schneller Abfolge hinterein­ander machen, so dass die Chance auf den einen Glückstreffer wächst (den übrigens auch Profifotografen haben müssen). Wenn ihr zudem sehr große Bildformate habt, könnt ihr euch den Luxus erlauben, den Hund doch nicht gar so nah heran zu zoomen, weil später die Möglichkeit besteht, einen Ausschnitt aus einem Foto zu wählen, der dann den Hund in groß zeigt.
Macht Unmengen von Fotos! Das ist vielleicht die wichtigste Regel. In Zeiten der Digitalfotografie hat ein Fotoapparat keine großartigen Folgekosten mehr. Das heißt, man kann draufhalten und schießen, was das Zeug hält. Wenn man genug Bilder von seiner Fellnase gemacht hat, ist irgendwann IMMER das eine Foto dabei, auf dem sie genau so guckt, wie man sie ganz besonders gerne sieht.

Bild: shutterstock.com – takayuki