Welpenfutter

By on 6. April 2014

Das Wort „Welpe“ steht im Allgemeinen für das Junggeborene von Hunden, aber nur so lange es bei der Mutter säugt. Das Junge eines Haushundes wird jedoch auch nach der Säugezeit als Welpe bezeichnet, und zwar bis zum sechsten bis neunten Monat. Aus dem Welpen wird jedoch spätestens dann ein Junghund, wenn der Welpe seinen ersten Milchzahn verliert.

Die Zeit als Welpe ist für den Hund die wichtigste Lebensphase, denn in ihr findet nicht nur die grundlegende Entwicklung des Körpers statt. In dieser Zeit werden durch die Erziehung auch Charakter und soziales Verhalten geprägt.
Die Welpenzeit ist eine Phase, in der sich der Hund körperlich sehr stark entwickelt. Sein Körpergewicht nimmt stark zu, die Knochen wachsen mit einer großen Geschwindigkeit. Darum hat ein Welpe, ganz gleich welcher Hunderasse er angehört, im Verhältnis pro Kilo immer einen höheren Energie- und Nährstoffbedarf als ein ausgewachsener Hund. Entsprechend höher ist auch der Bedarf an Mineralstoffen, Proteinen und Vitaminen, denn der Körper muss verstärkt neues Gewebe aufbauen.
Im Laufe der Zeit haben sich die Futtermittelfirmen auf diesen besonderen Bedarf eingestellt, und deshalb gib es neben dem normalen Futter für ausgewachsene Hunde auch das Aufzuchtfutter für Welpen, bzw. für Junghunde.
Dieses sogenannte Welpenfutter hat dem Bedarf entsprechend einen höheren Gehalt qualitativ hochwertiger Proteine.
Bekommt der Welpe zu wenig Proteine, kann es beispielsweise zu einer Fehlentwicklung mit Wachstumsminderung führen. Gleichzeitig kann das Immunsystem geschwächt werden, weil die Antikörper unvollständig entwickelt werden.
Ebenso wichtig ist, dass der Welpe genügend Kalzium und Phosphor bekommt, damit sich sein Skelett optimal entwickeln kann. Kalzium, Vitamine und Mineralstoff dürfen aber auch nicht in zu hoher Dosis verabreicht werden, da auch dadurch eine Schädigung der Knochen erfolgen kann.

Das nächste Problem ist Stärke im Futter. Erwachsene Hunde haben mit der Verdauung von Stärke keine Probleme. Je jünger ein Hund ist, umso mehr hat er damit jedoch Probleme. So kann ein Neugeborenes überhaupt keine Stärke verdauen. Zu viel Stärke bei Welpen führt zu Durchfall. All diese Kenntnisse sind in den heutigen Welpenfuttersorten berücksichtigt, zumindest in den uns bekannten.
Trotzdem ist es nicht immer einfach, die richtige Futtersorte zu finden, denn hinzu kommt, dass der Bedarf eines Hundes einer kleinen Hunderasse geringer ist, als der bei einer großen Hunderasse. Um die Einstellung des Futters ganz richtig zu machen, sollte man sind deshalb mit seinem Tierarzt beraten, der einem entsprechende Anweisungen geben kann.
Mit ihm kann man auch besprechen, wie lange man eine bestimmt Aufzuchtnahrung verabreichen soll, bevor man zur normalen Vollnahrung wechselt, denn die Größe des später ausgewachsenen Hundes spielt bei der Dauer des erhöhten Bedarfs von Proteinen, Vitaminen usw. eine wesentliche Rolle.
So sollte Aufzuchtfutter in der Regel über folgende Zeiträume gefüttert werden:
Etwa 9 Monate bei kleinen Hunden, 12 Monate bei mittelgroßen Hunden, etwa 17 Monate bei großen und bis zu 20 Monaten bei sehr großen Hunden.

Die Welpenphase ist nicht nur anstrengend für den Hund, sondern auch für seinen Halter. Dieser muss den kleinen Vierbeiner mit sehr viel Erziehungsaufwand sozialisieren und ihm viele Dinge beibringen, die das kleine Geschöpf zu einem lebenslustigen Hund werden lässt, ohne Aggression, ohne störende Dominanz, ohne Depressionen usw. Gleichzeitig muss sich der Hundehalter in der Futtergebung zurückhalten. Er darf dem heranwachsenden Vierbeiner nicht bei jeder Gelegenheit ein Leckerlie geben, um ihn zu erfreuen, was man ja nur zu gerne auch zu seiner eigenen Freude machen möchte.
Ein Welpe, bzw. ein Junghund sollte schlank bleiben, damit er angesichts seiner körperlichen Ausgeglichenheit weder Probleme mit seinen Knochen und Gelenken bekommt, noch anfällig gegenüber Krankheiten wird.
Einerseits bekommt man auf vielen Futterverpackungen bestimmte Grundhinweise. Vielen Hundehaltern reichen diese jedoch nicht aus. Wer sich näher informieren möchte, kann das bei den meisten Futtermittelfirmen tun. Sie haben einen Ansprechpartner, meist einen eigenen Tierarzt, der gerne kostenlos Auskunft zu den einzelnen Futtersorten und den richtigen Verabreichungen gibt, so z.B. bei Meradog, Dr. Clauder, Royal Canin oder Luposan. Je mehr man auf seinen Welpen achtet, um so weniger Probleme wird man mit seinem erwachsenen Hund haben.

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