Mangelerscheinungen

By on 29. Oktober 2013

Mangelerscheinungen sind die Folge einer Fehlernährung, die durch längere Fütterung einer für den Körper ungeeigneten Nahrung zustande kommt. Die damit verbundene Gesundheitsstörung liegt in der Unausgewogenheit der Ernährung.

Die meisten renommierten Futtermittelhersteller produzieren ausgesucht hochwertiges Hundefutter, in dem so gut wie alle notwendigen Nährmittel und Zusatzstoffe enthalten sind, die für ein Alleinfutter ausreichen. Wenn man das Futter dann auch noch, nicht nur innerhalb der Futter-Marken, sondern auch der Futter-Art wechselt, wie Trockenfutter, Nassfutter, BARF, dann sollte das für einen normalen, gesunden, und nicht extrem belasteten Hund ausreichen.
Ein Hund hat aber in seinem Leben viele Grenzsituationen, in denen die normale Grundnahrung nicht mehr ausreichend ist, weil von bestimmten Stoffen keine oder zu wenig Mengen enthalten sind.

Das fängt beim Welpen an, der ganz bestimmte Aufbaustoffe für seine schnelle Entwicklung benötigt. Es geht bei der Schwangerschaft eines Hundes weiter, bei der die Hündin ein ganz besonderes Futter braucht, ebenso wie ein sehr alter Hund, der beispielsweise auf Futterzusätze wegen seine verschlissenen Hüftgelenke angewiesen ist.

»Selbst kerngesunde Hunde im besten Alter können Mangelerscheinungen haben«

Selbst kerngesunde Hunde im besten Alter können Mangelerscheinungen haben, wenn sie beispielsweise sehr aktiv Sport betreiben, wie Agility, oder wenn es Schlittenhunde sind usw.
Wenn der Hund über einen längeren Zeitraum unausgewogenes Futter bekommt, sind Mangelerscheinungen vorprogrammiert.
Die ersten sichtbaren Anzeichen für fehlendes Eiweiß im Futter sind stumpfes und brüchiges Fell, sowie Schuppen. Der Hund ist teilnahmslos und leidet unter Durchfall. Weitere Signale sind Appetitmangel, der sich bis zur Futterverweigerung steigert. Durch die Mangelerscheinungen kommt es aber auch zu einer Schwächung des Immunsystems und zu Funktionsstörungen des gesamten Organismus. Bekommen beispielsweise Welpen nicht genügend Proteine, setzen sie in starkem Umfang Fett an.

Wenn im Futter zu wenig Fettsäuren vorhanden sind, machen sich die Mangelerscheinungen insbesondere mit verstärktem Haarausfall bemerkbar. Das Fell wird aber auch struppig und trocken. Desweiteren bildet sich in starkem Maße Ohrschmalz und Wunden heilen sehr langsam.Was man nicht unmittelbar erkennt, weil der Verlauf langwierig ist, sind Herzstörungen oder Unfruchtbarkeit. Die Situation, in denen man gegen Mangelerscheiungen vorbeugen muss, sind zu vielfältig, um dafür eine Grundlösung bieten zu können.
Es ist einfach wichtig, seinen Hund nicht nur beim Fressen zu beobachten, sondern auch, ober er sich mit viel Lebensfreude bewegt oder teilnahmslos dahindümpelt.
Auch wir Menschen mögen nicht jeden Tag nur Currywurst mit Pommes. So ist das auch für den Hund. Und wenn man das Futter schon wechselt, dann sollte man nicht von der Firma X nur von Rindfleisch auf Huhn welchseln, sondern auch einmal die Produkte der Firma Y oder Z ausprobieren.

Wenn der Verdacht besteht, dass ein Hund Mangelerscheinungen hat, sollte man seinen Tierarzt aufsuchen, der für den speziellen Fall auch das spezielle Zusatzfutter hat, damit eine gesunde Ausgewogenheit wieder hergestellt wird. Wer bestimmten Mangelerscheinungen vorbeugen möchte, kann dies durch eine sogenannte Ergänzungsnahrung erreichen. Diese wird zusammen mit dem bisherigen Alleinfutter gefüttert. Diesbezüglich gibt es die unterschiedlichsten Sorten, wie zum Beispiel bei erhöhtem Energiebedarf bei Sport, Schwangerschaft usw.
Andere Ergänzungsnahrungen unterstützen die Entwicklung oder Regenerierung des Knochenbaus, der Gelenkfunktion oder der Bänder. Wieder andere ausgesuchte Produkte aktivieren das Immunsystem oder optimieren die Darmflora.
Es bleibt Tatsache, dass die Ernährung verantwortlich ist, für Krankheiten der inneren Organe und für den Stoffwechsel. Somit ist Futter eines der wichtigsten Themen rund um den Hund.
Darum legen wir bei der Berichterstattung sehr viel Wert auf Futter-News, die wir in jeder Ausgabe veröffentlichen.

Foto: shutterstock.com – Dee Hunter