Fit mit Hund

By on 23. April 2013

Viele Menschen sind ein bisschen zu faul, um Sport zu betreiben, aber sie haben Hunde, mit denen sie sich natürlich regelmäßig beschäftigen und draußen sind. Warum also nicht einmal das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und gemeinsam Spaß beim Sport haben?

Vor dem Start muss man erst einmal klären, ob der eigene Hund für Sport geeignet ist. Er sollte einige grundlegende Kommandos beherrschen, eine halbwegs gute Auffassungsgabe haben und natürlich gesund sein. Speziell letzteres sollte man gegebenenfalls vom Tierarzt vorab überprüfen lassen.
Aber dann kann es los gehen. Die Beispielübungen, die wir auf diesen Seiten zeigen, sind eine zweifache Herausforderung. Da ist zum einen der Sport selber, der fordert und anstrengt, da ist aber vorab auch erst einmal der Teil, in dem man dem Hund beibringen muss, was man überhaupt von ihm will. Am besten kann man dabei mit vielen kleinen Schritten arbeiten. Während man die einzelnen Übungen mit dem Hund erarbeitet, kann man natürlich noch keinen ganzen Ablauf machen. Das benötigt Zeit – aber schließlich soll das Ganze ja etwas werden, was man nicht nur einmal macht, sondern regelmäßig und da lohnt sich der Aufstand garantiert – und obendrein macht es beiden Beteiligten sehr viel Spaß, die Abläufe zu erlernen.

1) Kniebeuge: Hund und Mensch stehen voreinander und der Hund legt seine Vorderpfoten auf die nach vorne gestreckten Hände seines Menschen. Während der Mensch nun Kniebeugen macht, muss der Hund seine Position mit der veränderten Höhe einfach nur halten. Die Übung kräftigt bei beiden die Po- und die Beinmuskulatur.

2) Ausfallschritt: Mensch macht beim Gehen einen großen Schritt und geht dabei tief in die Knie, hält die Spannung kurz und drückt sich dann kraftvoll nach oben, um von dort aus die Übung mit dem anderen Bein zu wiederholen. Der Hund läuft dabei bei jedem Ausfallschritt im Slalom durch die Beine seines Menschen. Beim Menschen strafft sich dadurch die Muskulatur von Po und Beinen und für den Hund bewirkt die Übung eine Lockerung der Wirbelsäule.

3) Oberarmstreckung: Der Mensch sitzt z.B. auf einem Baumstamm und stützt sich nach hinten mit den Händen ab. Dann rutscht der Po vom Stamm weg und langsam nach unten. Wenn die Oberarme der dabei gebeugten Arme fast waagerecht sind, drückt Mensch sich wieder nach oben. Währenddessen springt der Hund mit den Vorderpfoten auf den selben Baumstamm und wieder herunter. Trainiert werden dabei die Oberarmmuskeln des Menschen und die Schultermuskulatur des Hundes.

4) Sprinten: Perfekt für das Training von Schnelligkeit, Konzentration und Disziplin und zwar bei Mensch und Hund. Der Hund muss mit „Bleib“ liegen bleiben, während sein Mensch ca. 20 Meter weit zu einem Baum sprintet. Dort wird ein Spielzeug für den Hund abgelegt und der Mensch flitzt zurück. Bei dem Signal „Start“ rennt nun der Hund los und holt das Spielzeug zurück. Ein quer liegender Baumstamm auf halber Strecke kann für extra Spaß sorgen.

5) Liegestütz im Stand: Diese Übung geht so nur, wenn der Hund eine gewisse Größe hat. Der Mensch stellt sich etwa einen Meter von einem Zaun oder anderen halbhohen Objekt entfernt auf und stützt sich mit gestreckten Armen dagegen. Dann beugt man die Arme langsam, bis die Nase fast die Zaunkante berührt. Währenddessen springt der Hund neben seinem Menschen – oder auf der gegenüber liegenden Seite – im selben Rhythmus mit den Pfoten gegen die Kante und wieder herunter. Die Übung stärkt die Oberkörper- und Brustmuskulatur des Menschen und die Bein- und Schultermuskulatur beim Hund.

6) Dehnen: Diese Übung lockert bei beiden die Beinrückseite. Der Mensch beugt sich nach vorne, stellt die Ferse vor dem Körper auf und schiebt den Po nach hinten. Der Rücken bleibt dabei ganz gerade, während das Knie des Standbeines leicht gebeugt ist. Der Hund legt sich mit den Vorderpfoten und dem Oberkörper lang gestreckt auf den Boden. Die Hinterhand bleibt aufrecht. Nach ca. 15 Sekunden wechselt der Mensch das Bein.

Tanja Petrick hat auch einen Büro-Trainingsplan entwickelt, das sogenannte „HundeBBP“ (Bauch-Beine-Po), das wir euch im Rahmen eines Bürotrainingsplans demnächst vorstellen werden. Das HundeBBP ist ein Workout und ein Gehorsamstraining für den Hund und es besteht aus den Elementen Sitz, Steh, Platz, Rückwärtsgehen, Tanzen, Pfoten heben.
Seit Anfang Dezember ist die Homepage von Tanja Petrick überarbeitet. Dort gibt es nun Fachartikel und Trainingspläne, die Hundehalter erwerben können. Fit mit Hund gibt es mittlerweile in Deutschland, Österreich sowie in den Niederlanden und in der Schweiz – neue Programme ab 2013 werden sein: Fit mit Hund Kids – das Familienprogramm und Fit mit Hund Handicap – Fitness mit Behinderung!

Tanja Petrick – Fit mit Hund
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