Diana Eichhorn & VOX

By on 8. Februar 2013

Wer kennt sie nicht, Diana Eichhorn und ihre Fernsehsendung „hundkatzemaus“ bei VOX? Diesmal durften die „Hunde-Reporter“ dabei sein, als eine neue Folge für VOX gedreht wurde, in der es darum ging, einen neun Wochen alten Welpen an die Umwelt zu gewöhnen.

Eine besondere Aufgabe lag für Diana darin, dem Welpen nicht nur die normalen Umweltgeräusche und -begebenheiten näher zu bringen. Die Hundehalterin hatte auch ein eigenes Pferd und wollte natürlich einmal mit beiden zusammen die Gegend erkunden.
Zuerst traf man sich in der Wohnung der Hundehalterin und Diana zeigte an Beispielen, was man alles beachten muss und wie man den Welpen an den Haushalt gewöhnt, ohne ihn zu belasten. Danach ging es in der Fußgängerzone auf den Wochenmarkt.
Auch hier zeigte Diana mit präzisem Fachwissen, dass sich so ein junger Hund bei richtiger Führung ganz schnell an den Krach und die viele Leute gewöhnen kann. Immer wieder wurde der Welpe gelobt und er bekam auch sein verdientes Leckerchen.
Von da aus ging es an eine stark befahrene Kreuzung mit vielen Passanten, Auto- und Motorradlärm, Straßenbahngebimmel usw. Sehr deutlich konnte man dabei beobachten, in wie kurzer Zeit sich der Winzling weiterentwickelt hatte. Je öfter er sich an eine andere Situation gewöhnen musste, desto schneller schien er sich an die nächste zu gewöhnen. Es war so, als würde er von Mal zu Mal mehr begreifen, dass ihm bei jedem angsteinflößenden Ereignis nichts passiert ist. Im Gegenteil – er hatte sogar noch eine Leckerei bekommen.
Die Ruhe, die Diana ausstrahlte und der Blick für die jeweilige Stimmung des Welpen spiegelten sich in dessen stetig wachsendem Vertrauen wieder.
Schade, dass er nicht sprechen konnte. Vielleicht hätte man ihn dann sagen hören: „He, nächste Übung. Ich kann noch einen Appetithappen vertragen.“
Interessant war natürlich auch, die Arbeit des fünfköpfigen Teams zu beobachten. Da ging es nicht wie beim Urlaubsfilm zu: Objekt sehen, Auslöser drücken, fertig. Jede benötigte Szene wurde besprochen und dann in der Regel mehrfach aus verschiedensten Perspektiven gedreht. Das ist wichtig, wenn man später eine rund laufende Abfolge der Handlung erreichen will.
Im Hauptbild links sieht man (von links) den Toningenieur Tobias Dahlke, den Kameramann Tobias Brodhun, die Autorin Claudia Grimm, den Hunde-Reporter Alexander Zimmermann, Diana Eichhorn mit dem Welpen Finja sowie die Hundebesitzerin Anja König (mit Pferd).
Es wird gerade gefilmt, wie Diana in verschiedenen Beispielen erklärt, wie sich der Hund dabei fühlt und was man machen kann, damit er sich ohne Angst und Schrecken an die jeweiligen Aktionen gewöhnen kann. Man kann nur staunen, wie geschickt sie das vorträgt.
Damit der kleine Kerl nicht überanstrengt wird, wurde erst einmal eine Pause gemacht, die das Team nutzte, um sich an einer nahegelegenen Eisdiele eine kühle Erfrischung zu gönnen.
Von hier aus ging es einige Kilometer weiter zu dem Pferdestall, in dem die Hundehalterin ihr eigenes Pferd untergebracht hat.
Genau wie in der Wohnung, auf dem Wochenmarkt oder an der Kreuzung wurden auch hier Alltagssituationen nachgestellt, auf die der Welpe früher oder später treffen würde. Damit er sie dann schon kennt und dementsprechend gelassen reagiert, wurden ihm die einzelnen Umweltreize behutsam nahegebracht.
Diana wollte, dass die Hundehalterin zuerst mit ihrem Welpen an dem Pferd vorbeigeht. Dabei sollte sie ihn noch beschützend auf dem Arm tragen und je nach Reaktion ruhig näher an den Kopf des Pferdes gehen, das noch in der Box stand. Das funktionierte sehr gut.
Als nächstes wurde das Pferd herausgeholt und wie man am Bild auf der nächsten Seite sieht, hatte der Welpe schon jetzt kaum noch Ängste. Vielmehr ging er in die Nähe des Pferdes, das jetzt allerdings noch still stand.
Die Steigerung dessen sollte das gemeinsame Gehen nebeneinaner sein. Man sieht am Bild (ebenfalls auf der nächsten Seite), dass der Kleine nicht vom Pferd wegzieht, sondern nach einigen hundert Metern schon in Richtung Pferd. Das wurde noch vertieft, indem der Welpe am Wegrand sitzen bleiben musste, während das Pferd vorbeiging. Alles geschah in mehreren Variationen und wurde für die entsprechende Fernsehsendung aufgezeichnet. Pferd und Hund hatten sich innerhalb kurzer Zeit so aneinander gewöhnt, dass ein Ausritt in naher Zukunft kein Problem mehr sein wird. Nach dieser bravourösen Leistung von Diana Eichhorn wollte ich mehr über sie wissen. Sie erklärte sich bereit, für mich und unsere Leser die nachstehenden Fragen zu beantworten:
HR: Wie bist du zum Fernsehen, bzw. zu der Sendung „hundkatzemaus“ gekommen?
Diana: Das war Schicksal! Ich hatte mich bei VOX für ein ganz anderes Format beworben für das eine Moderatorin gesucht wurde, und in der Finalrunde dieses Castings ist allen aufgefallen, wie gut ich mit Tieren „kann“ und dann hat man mich ein halbes Jahr später zum Casting für „hundkatzemaus“ eingeladen
HR: Was waren die außergewöhnlichsten Tiere, mit denen du in der Sendung zu tun hattest?
Diana: Schlammspringer und Axolotl.
HR: Welche Tiere und wie viele davon hast du selbst?
Diana: Klein Maggie, ein spanisches Mischlingshundemädel. Smudo, der coolste Kater auf der Welt. Wapiti, ein wunderbarer Hannoveraner-Vollblut-Wallach. Schnipp & Schnapp, zwei Zwergflusskrebse. Einige (namenlose) Fische. Sehr viele Molche und ein paar Frösche im Gartenteich.
HR: Was ist für dich die schönste Charaktereigenschaft deines Hundes?
Diana: Klein Maggie ist einfach immer freundlich und gut gelaunt – wie der Herr, so’s Gescherr 😉
HR: Ist die Sendung für dich Beruf oder mehr Berufung?
Diana: Definitiv Berufung!
HR: Was wünschst du dir als aktive Tierschützerin, welches Projekt mehr als bisher unterstützt werden sollte?
Diana: Ich möchte hier nicht auf einzelne Projekte eingehen, sondern die Abschaffung der Massentierhaltung – oder „Intensivhaltung“, wie es so harmlos bezeichnet wird – sollte vorangetrieben und von jedem unterstützt werden!
HR: Mit welcher lebenden oder verstorbenen Person würdest du gerne eine Sendung moderieren?
Diana: Ranga Yogeshwar
HR: Wie bekommst du dein Familienleben und die Sendung unter einen Hut?
Diana: Mit der richtigen Organisation und einem guten sozialen Netz – kein Problem.
HR: Welches war dein traurigstes Erlebnis in Zusammenhang mit den Dreharbeiten?
Diana: Ein Drehtag im Tierkrematorium. Dort haben wir Menschen begleitet, die gerade ihren Liebling verloren hatten. Das ist einfach furchtbar und ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche.
HR: Welches war dein schönstes Erlebnis in Zusammenhang mit den Dreharbeiten?
Diana: Ich erlebe wirklich ständig ganz besondere Dinge mit Tieren, weil ich ja nahezu täglich mit ihnen zu tun habe. Sehr süß war einmal ein Dreh mit Schimpansen-Kindern. Eigentlich waren sie schon in dem Alter, wo sie sich „Fremden“ gegenüber eher sehr zurückhaltend benehmen. Aber das Mädel hatte nach kurzer Zeit einen Narren an mir gefressen, sich auf meinen Schoß gesetzt und mit mir gekuschelt, als wäre ich seine Mama. Das war ein unglaublich schönes Gefühl.
HR: Welches Thema würdest du für die Sendung ablehnen und warum?
Diana: Neuster Trend aus Amerika: Hunde durch Schur und Farbe in andere Tiere verwandeln. Einem solchen Unsinn darf man keine Plattform bieten.
HR: Was ist deiner Meinung nach das große Erfolgsrezept der Sendung?
Diana: Herzblut und Tierliebe der Menschen, die „hundkatzemaus“ machen.
HR: Wenn du einem Hundebesitzer einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?
Diana: Du hältst einen Hund und keinen Menschen im Hundekostüm, also behandle ihn bitte auch seinem Wesen und seiner Natur entsprechend. Vermenschlichung in der Tierhaltung ist leider ein großes Problem.
Diese Folge von „hundkatzemaus“ wird im Oktober auf VOX gesendet.

Text: Alexander Zimmermann – Bilder: Johann Barnas